Die tektonische Verschiebung der Volumina in der Architektur definiert den Eingang und die Orientierung der Terrasse. Dieses Konzept der lagernden Formen wurde auf einen innenarchitektonischen Maßstab angewendet und variiert.

 

In der Jugendbibliothek werden Räume gebildet durch Faltungen von Flächen in starken Farben. Die PC-Arbeitsplätze und Spielkonsolen sind wie an einem abgerollten Band in offenen Raumstrukturen untergebracht, die trotzdem vereinzeln und so einen Rückzug möglich machen.

 

Die Perspektive von Kindern ist anders als die Erwachsener, der Blickpunkt liegt tiefer. Der Raum wird hier als Landschaft gestaltet, die sich aus Schichtungen und Verdichtungen entwickelt.

 

Die Sachbuchabteilung stellt als Herzstück die größte räumliche Struktur dar und ist kompakt als „Wissens-Speicher“ zweigeschossig gestaltet. Hier sind alle Bereiche gleichberechtigt nebeneinander zu finden und der Auftrag einer städtischen Bibliothek zur Wissensvermittlung konkret erfahrbar.

 
 
Zusammenarbeit mit h4a Architekten

Um die emotionale Bindung des jungen Designbüros, welches sich im Industriegebiet befindet, für die Mitarbeiter zu erhöhen, wurden verschiedene Kommunikationsbereiche realisiert.

 

Gemeinsames Kochen und Essen und dennoch parallel Kundengespräche ungestört stattfinden zu lassen, wurde erfolgreich umgesetzt.

Eingangsfassaden sind Orte der Kommunikation. Hier ist die Schnittstelle definiert von der Außenwirkung eines Unternehmens und der im Inneren realisierten Unternehmenskultur.

 

Das in den 80er Jahren gebaute Bürogebäude ist perfekt in der Innenstadt von Stuttgart gelegen, der Eingangsbereich entsprach aber nicht mehr dem Wunsch nach Repräsentation.

 

Neben funktionalen Gesichtspunkten, wie z.B. der Integration der Lüftung und Sicherheitsaspekten/ Vandalismus, galt es den Übergang von der lebendigen Innenstadt neu zu definieren. Die Nachtwirkung, in der Nähe von Bars und Restaurants, spielte hier ebenfalls eine große Rolle.

 

Eine Glaskonstruktion mit Punkthaltern wurde der Bestandsfassade aus Travertin vorgelagert. Grauglas wurde spezifisch nach Reflexions- bzw. Transmissionsgraden eingesetzt.

 
Fotos Ivan Bagaeva

Im Rahmen der Modernisierung des großen und kleinen Sitzungssaales wurden neben einer zeitgemäßen Innenarchitektur die funktionalen Aspekte, wie Raumakustik, Beleuchtung und mediale Ausstattung berücksichtigt.

 

Die freie Rede, ohne Unterstützung durch Mikrofone, sollte ein Zeichen für die demokratische Haltung der Abgeordneten sein.

 

Von Seiten der Versammlungsstättenverordnung musste aus Gründen der Sicherheit ein zweiter Fluchtweg in Form einer Freitreppe geschaffen werden. Ebenso musste der gesamte Gebäudeflügel als eigener Brandabschnitt vom Haupttreppenhaus durch eine Brandschutztür abgetrennt werden.

 

Die Nachhaltigkeit war bei der Maßnahme für diese Investition oberste Priorität.